Zurück zum Blog
8 Min. Lesezeit

25. April 2026

SE Ranking API: Ein Kompass durch die Endpunkte

Jörg Zimmer
Jörg Zimmer SEO & SEA Experte
SE Ranking API: Die 6 Kategorien als Mindmap Übersicht

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die SE Ranking API gliedert sich in 6 Bereiche: wer nur Rankings tracken will, nutzt 10% davon, wer ernsthaft SEO-automatisieren will, braucht die anderen 90%.
  • Die teuersten Calls sind die AI-Search-Endpunkte (bis 7.500 Credits pro Abfrage). Mit denen misst du, ob ChatGPT dich zitiert.
  • Keyword-Longtail mit 1 Credit pro Datensatz ist der größte Preisvorteil gegenüber anderen Tools: 1.000 Long-Tail-Begriffe für 1.000 Credits.

ALOHA 🌻!

Im ersten Teil habe ich dir gezeigt, wie du die SE Ranking API mit Claude Code verbindest - inklusive dem Daily-Limit, das dir den 10k-Credit-Schock erspart.

Heute die logische Anschlussfrage: Was kann die API denn eigentlich alles?

Kurze Antwort: verdammt viel. Lange Antwort: 6 Kategorien, über 50 Endpunkte, Kosten zwischen 0 und 7.500 Credits pro Call. Ich sortiere das für dich: wie ein Kompass durch den API-Dschungel.

Die 6 Kategorien im Überblick

KategorieZweckTypische Kosten pro Call
AccountSubscription-Check0 Credits
BacklinksLinkprofil-Analyse0–100 pro Summary, 1–10 pro Record
Domain AnalysisSichtbarkeit, Keywords, Wettbewerber100 pro Call (flat)
Keyword ResearchKW-Ideen, Long-Tail, Fragen0 flat + 1–10 pro Record
AI SearchKI-Sichtbarkeit800–7.500 pro Call
Website AuditTechnisches Audit2–20 pro Seite

Account: dein Rettungsanker

Ein Endpunkt, eine Aufgabe: account/subscription. Liefert dir zurück, wie viele Credits noch im Tank sind und bis wann dein Tarif läuft.

Persönlicher Tipp: Immer vor und nach jedem Job abfragen. Kostet nichts, rettet dir den Tag. Wenn du den Wrapper aus Teil 1 benutzt, macht dein Code das sowieso automatisch - aber auch manuell ist das der erste Call, der nach dem Login rausgeht.

Die Backlinks-Kategorie ist sauber aufgebaut: je tiefer du gräbst, desto mehr zahlst du. Fünf Endpunkte, die ich tatsächlich nutze:

  • backlinks/summary: Schnell-Überblick, 100 pro Record, gibt dir Domain-Score, Anzahl Backlinks, Anchor-Verteilung
  • backlinks/all: Komplett-Export aller Links, 1 pro Record, für die Big-Data-Auswertung
  • backlinks/anchors: Ankertext-Verteilung, 1 pro Record, wichtig für Penalty-Prävention
  • backlinks/authority/domain: Domain-Authority-Score einer verweisenden Domain
  • backlinks/refdomains: Liste aller verweisenden Domains

Wer einen Disavow-File braucht, wer ein Linkaudit für einen Neukunden machen will oder einfach nur wissen will, wer da zu wem verlinkt: Hier liegt das Material.

Domain Analysis: die Arbeitspferde

Wenn ich nur eine einzige Kategorie wählen müsste, wäre es diese. Drei Endpunkte decken 80% meiner Kunden-Arbeit ab:

  • research/domain/overview/db: Sichtbarkeit + KW-Count
  • research/domain/keywords: rankende Keywords mit Position und Suchvolumen
  • research/domain/competitors: Wettbewerber im organischen Umfeld

Alle für pauschal 100 Credits pro Call. Kein Datensatz-Preis, kein Mengen-Zuschlag. Das ist ehrlich kalkuliert.

Jörgs SEO-Klartext (LinkedIn Insights)

"100 Credits pro Domain-Call klingt viel. Ist es nicht - bei einem Kunden-Setup zahlt sich das mit 3 Calls aus."

Keyword Research: der Preis-Hit

Hier wird’s interessant. Die Keyword-Research-Endpunkte haben 0 Credits pro Call und zahlen erst pro Datensatz:

  • research/keyword/related: verwandte Begriffe (10 pro Record)
  • research/keyword/questions: Fragen-Begriffe (10 pro Record) → Gold für FAQ-Content
  • research/keyword/longtail: Long-Tail-Begriffe (1 pro Record) → der Preis-Hit

Rechne mit: 100 Long-Tails für 100 Credits. Das sind bei meinem Tarif keine 2 Euro. So günstig war Keyword-Research selten - und die Daten sind sauber, nicht das scraped Zeug aus dem SERP.

Der questions-Endpunkt ist für FAQ-Content fast unschlagbar. Gib eine Seed-Keyword-Liste rein, krieg „Was ist…”-, „Wie funktioniert…”-, „Welcher…”-Fragen zurück. Genau das, was Google für Featured Snippets belohnt.

AI Search: der teuerste Bereich

Und dann gibt es die AI-Search-Kategorie. Hier misst du, ob ChatGPT, Perplexity, Google AI Overviews deine Marke zitieren. Wichtig. Teuer.

  • ai-search/overview/aggregated/*: 1.800 Credits pro Call
  • ai-search/overview/leaderboard (POST): 7.500 Credits pro Call, nur für große Dashboards
  • ai-search/discover-brand: 100 Credits pro Call - der günstigste Brand-Check, mein Lieblings-Einstieg
  • ai-search/prompts-by-target: 0 flat + 200 pro Record
  • ai-search/prompts-by-brand: 0 flat + 200 pro Record

💡 Budget-Tipp: AI Search

"Da ein Leaderboard-Call 7.500 Credits kostet, empfehle ich, diesen Endpunkt gezielt manuell zu triggern. So behältst du die volle Kontrolle über dein Budget und nutzt die Credits dort, wo sie den größten Hebel haben."

Meine Empfehlung: Fang mit discover-brand an. 100 Credits, du siehst sofort, ob deine Marke in ChatGPT-Antworten vorkommt. Für tiefere Analysen nimmst du aggregated - aber wirklich nur, wenn du einen Kunden mit Retainer ab 5.000 Euro/Monat hast. Sonst lohnt der Preis nicht.

Website Audit: einmal bezahlen, oft abfragen

Das elegante Kosten-Modell. Du triggerst einen Audit via POST:

  • audit/audits/standard POST: 2 Credits pro Seite
  • audit/audits/advanced POST: 20 Credits pro Seite

Und danach darfst du die Ergebnisse beliebig oft via GET abrufen:

  • audit/audits/status: 0 Credits
  • audit/audits/report: 0 Credits
  • audit/audits/pages: 0 Credits
  • audit/audits/issues: 0 Credits

Heißt: Einmal pro Quartal einen Audit laufen lassen, danach drei Monate lang aus dem Cache reporten. Das macht Quartalsreports richtig billig.

Das ist übrigens genau das Muster, das poliSYS für ihr internes Quality-Gate nutzt: einmal crawlen (bezahlt), dann 90 Tage aus dem Cache reporten (gratis). Smart.

Die komplette Kosten-Tabelle

Für die Bookmark-Fraktion: alle wichtigen Endpunkte in einer Übersicht:

Account

EndpunktKosten
account/subscription0 Credits
EndpunktPro CallPro Datensatz
backlinks/summary0100
backlinks/all01
backlinks/anchors01
backlinks/count02
backlinks/authority010
backlinks/authority/domain05
backlinks/refdomains01
backlinks/history01

Domain Analysis

EndpunktPro CallPro Datensatz
research/domain/overview/db1000
research/domain/overview/worldwide1000
research/domain/overview/history1000
research/domain/keywords1000
research/domain/pages1000
research/domain/subdomains1000
research/domain/ads1000
research/domain/competitors1000
research/domain/keywords/comparison1000

Keyword Research

EndpunktPro CallPro Datensatz
research/keyword/export010
research/keyword/related010
research/keyword/similar010
research/keyword/questions010
research/keyword/longtail01
EndpunktPro CallPro Datensatz
ai-search/overview/aggregated/*1.8000
ai-search/overview/by-engine/time-series8000
ai-search/overview/leaderboard (POST)7.5000
ai-search/discover-brand1000
ai-search/prompts-by-target0200
ai-search/prompts-by-brand0200

Website Audit

EndpunktPro CallPro Seite
audit/audits/standard (POST)02
audit/audits/advanced (POST)020
audit/audits/status (GET)00
audit/audits/report (GET)00
audit/audits/pages (GET)00
audit/audits/issues (GET)00

Vom Smoketest zur Keyword-Analyse: API-Flow Diagramm

Tacheles am Ende

Die SE Ranking API ist kein Selbstbedienungsladen. Es gibt teure Endpunkte, und wenn du ohne Plan reinläufst, ist das Wochenbudget weg, bevor du etwas Sinnvolles rausbekommen hast. Mit Plan aber ist sie das ehrlichste API-Pricing, das ich kenne: transparent, dokumentiert, ohne versteckte „ab-hier-wird’s-teuer”-Fallen.

Meine Strategie für neue Kunden: Immer in dieser Reihenfolge.

  1. account/subscription: wie viel Budget ist noch da?
  2. research/domain/overview/db: wo steht die Domain überhaupt?
  3. Je nach Befund: Keyword-Research oder Backlinks oder AI-Search

Drei Calls, 200 Credits, und du weißt grob, was Sache ist. Danach entscheidest du, wo du tiefer bohrst.

Im nächsten Teil der Serie ziehe ich das komplett durch: Der Praxis-Test. Eine echte Cold-Lead-Analyse von Anfang bis Ende, mit Credit-Abrechnung und echten Zahlen. Was am Ende wirklich rauskommt, wenn man diesen Workflow auf eine Domain loslässt - und wie viel manuelle Arbeit dabei wegfällt.

Bis dahin: Baut euer Daily-Limit, fangt mit discover-brand an, lasst die Leaderboards in Ruhe. ALOHA! 🌻

? Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welcher API-Endpunkt ist der beste Einstieg für ein neues Projekt?
Der Endpunkt research/domain/overview/db ist das absolute Arbeitspferd und der perfekte Startpunkt. Für einen Pauschalpreis von 100 Credits liefert er dir auf einen Schlag die organische Sichtbarkeit, die Gesamtzahl der rankenden Keywords und den geschätzten Traffic einer Domain. Damit hast du sofort einen soliden Überblick über den Status Quo eines (potenziellen) Kunden, bevor du tiefer in spezifische Analysen oder Keyword-Recherchen abtauchst.
Lohnt sich der teure AI Search Tracker auch für kleinere Kunden?
In den meisten Fällen: Nein. Ein einzelner Call auf das AI Leaderboard kostet satte 7.500 Credits, was enorm ins Budget schneidet. Für lokale Unternehmen oder Kunden mit kleinen Budgets reicht es völlig aus, die Sichtbarkeit punktuell manuell in ChatGPT-Plus oder Perplexity zu testen. Wirtschaftlich sinnvoll wird die Automatisierung der AI-Search erst bei großen Brands oder Enterprise-Kunden, bei denen die Sichtbarkeit in KI-Antworten einen messbaren, hohen Einfluss auf den Umsatz hat – als Faustregel gilt hier ein monatlicher SEO-Retainer ab ca. 5.000 Euro.
Wie geht die SE Ranking API mit Rate-Limits und fehlerhaften Anfragen um?
Das Pricing der SE Ranking API ist hier sehr fair: Dir werden offiziell nur erfolgreiche Anfragen (also HTTP-Statuscodes im 2xx-Bereich) von deinem Credit-Konto abgezogen. Serverfehler (5xx) oder Clientfehler (4xx) kosten dich keine Credits. Trotzdem solltest du deinen Wrapper so bauen, dass er nicht hunderte fehlerhafte Requests pro Sekunde abfeuert. Eine eingebettete Pause (Sleep) von einer Sekunde zwischen den einzelnen Calls ist nicht nur höflich gegenüber den SE Ranking Servern, sondern verhindert auch zuverlässig, dass du temporär blockiert wirst.
Wie nutze ich die API am effizientesten für die Content-Erstellung?
Für die redaktionelle Arbeit ist der Endpunkt research/keyword/questions pures Gold. Er liefert dir zu einem Basis-Keyword genau die W-Fragen, die Nutzer tatsächlich in Google eingeben. Da du hier nur pro Datensatz (meist extrem günstige Raten) bezahlst, kannst du dir für wenige Credits ein komplettes FAQ-Set für einen neuen Artikel zusammenstellen. Wenn du diese echten Nutzerfragen in deinen Content einbaust, steigen deine Chancen auf Featured Snippets enorm.
Welchen Vorteil bietet die API beim technischen Website Audit?
Das geniale am API-Modell für Audits ist die Trennung zwischen dem Crawl-Prozess und dem Datenabruf. Du bezahlst einmalig beim Start des Audits über den POST-Endpunkt (z.B. 2 Credits pro gecrawlter Seite beim Standard-Audit). Sobald der Crawl abgeschlossen ist, kannst du die Reports, Fehlerlisten und Status-Meldungen über die GET-Endpunkte wochenlang komplett kostenlos und beliebig oft abfragen. Das ist ideal, um Kunden oder Entwicklern regelmäßige Qualitätsberichte zukommen zu lassen, ohne dass jedes Mal neue API-Kosten entstehen.

Diesen Beitrag teilen?

Vielleicht hilft er ja auch anderen in deinem Netzwerk.

Jörg Zimmer - SEO & SEA Freelancer in Berlin Spandau

Über den Autor: Jörg Zimmer

Jörg Zimmer ist SEO- und SEA-Freelancer aus Berlin Spandau mit über 20 Jahren Erfahrung. Er hilft Unternehmen dabei, in einer KI-getriebenen Welt sichtbar zu bleiben und nachhaltig Suchtraffic aufzubauen.