Zum Hauptinhalt springen
Zurück zum Blog
6 Min. Lesezeit

23. Juli 2026 (Zuletzt aktualisiert: 11. September 2026)

Agentic SEO: Warum GEO eine eigene Disziplin ist

Jörg Zimmer
Jörg Zimmer SEO, GEO, AI Visibility Freelancer
LinkedIn Story
Agentic SEO Infografik

Wichtigste Erkenntnisse

  • Agentic SEO optimiert für die agentische Nutzererfahrung, nicht nur für die menschliche.
  • Es bedarf neuer Metriken, neuer Protokolle und neuer Tools, die über das klassische SEO hinausgehen.
  • Wer GEO ernst nimmt, muss es als eigene Disziplin behandeln – und dafür entsprechendes Markenbudget allokieren.
Jörg Zimmer - Senior SEO & AI Search Consultant

Jörg Zimmer

Senior SEO & AI Search Consultant

„Wirklich ähm mit Menschen, mit denen auch die die Perspektive kurz einnehmen muss jetzt nicht nur deine Welt immer so, das ist total wichtig, Mensch, wir müssen da, wir stehen da nur in oder ich sagt ja, aber muss ein bisschen ein bisschen bisschen reinfühlen, was es ihm bringen könnte oder warum es jetzt sinnvoll ist.“
Experten-Zitat • Jörg Zimmer Quelle: YouTube SEOPresso (32:05)
Jörg Zimmer auf LinkedIn folgen →

Diese Diskussion habe ich im Sommer 2026 auf LinkedIn angestoßen:

Wer als SEO dieses GEO so nebenbei mitmacht, ist nicht viel besser als die Webdesigner, die SEO so nebenbei mitmachen. Wenn du GEO auch ohne Website betreiben kannst, wie kann es dann SEO heißen?

Es ist eine eigene Disziplin: viel größer als reines SEO, neue Metriken, neue Protokolle, neue Tools, neue Methoden und neues Budget. Diesmal optimieren wir nicht nur die menschliche Nutzererfahrung, sondern die agentische Nutzererfahrung. Menschen-SEO ist die Basis. Agentic SEO ist die eigene große Disziplin obendrauf.

Es ist der Elefant im Raum der Suchmaschinenoptimierung: Wie gehen wir mit der Welle der Generative Engine Optimization (GEO) um?

Viele SEOs wehren sich gegen den Begriff und degradieren ihn zum Buzzword. Michael Schöttler fand in den Kommentaren klare Worte dazu:

💬 Michael Schöttler (LinkedIn Kommentar)

SEO, GEO und AI Search sind drei grundlegend andere Bausteine und gehören getrennt betrachtet. Ein sauberes Webdesign fließt auch in SEO mit ein ist aber kein SEO. Alle drei Bausteine können von einer Person gemacht werden wenn sie Ahnung hat, oder eben auch von Spezialisten. Das ist nicht neu und war schon immer so. Bisher waren die SEOs die Spezialisten und wenn sie nun ohne Ahnung auch GEO und AI Search anbieten ohne Ahnung zu haben sind es Ebene die Webdesigner die SEO damals angeboten haben und keine Ahnung hatten. Darum prüfe wer sich bindet oder Geld ausgibt 🤣

Maik Schindler hat den strategischen Vorteil der neuen Begrifflichkeit hervorgehoben:

💬 Maik Schindler (LinkedIn Kommentar)

Ich dreh den Spieß mal um: Die spannende Frage ist nicht, ob GEO eine eigene Disziplin ist, sondern warum wir plötzlich Budget für etwas bekommen, das seit fünfzehn Jahren zu unserem Job gehört. Entitäten, Erwähnungen, Sichtbarkeit außerhalb der eigenen Domain: das war nie nebenbei, das war immer der Teil von SEO, für den es nie ein eigenes Budget gab. [...] Wenn ein neues Label die Tür zum Markenbudget öffnet, nehme ich das Label gern. Der Fehler wäre, daraus ein neues Silo zu bauen, obwohl die Hausaufgaben in denselben Teams liegen.

Philipp Michel bestätigte diese Transformation eindrücklich:

💬 Philipp Michel (LinkedIn Kommentar)

Ich hab vor dem guten Jahr auch noch dran festgehalten, dass GEO nur SEO in fancy ist. Mittlerweile ist alles soweit fortgeschritten, dass es tatsächlich keine Diskussion darüber geben kann, dass GEO eine andere Disziplin ist. SEO ist dennoch die Grundlage, GEO ist die weiterführende Disziplin, die ohne SEO nicht funktioniert.

Aber was genau gehört zu diesem technischen “GEO-Unterbau”? Thomas Klaschka lieferte eine geniale Auflistung der technischen Herausforderungen:

💬 Thomas Klaschka (LinkedIn Kommentar)

Bei GEO denke ich während Website-Entwicklung und SEO-Betreuung vorrangig an technische GEO. Zum technischen SEO-Unterbau implementiere ich für KI-Bots parallel dazu: - [llms.txt](/glossar/llms-txt/) als KI-Version der sitemap.xml – plus Enrichments zu Personen, Unternehmen, ... - Markdown-Mirrors als maschinenlesbare Kopien zumindest der Money-Pages - [Grounding Pages](/blog/grounding-page-generator-ai-seo/) als um Marketing-BlaBla bereinigte Faktenseiten. Dazu akribisches [Technisches Schema-Markup](/glossar/technisches-schema-markup/).

Das ist exakt der Punkt. Wer diese Protokolle nicht auf dem Radar hat, verliert die Sichtbarkeit bei den neuen LLMs (wie ich es in meinem Artikel zum Cloudflare Agent Readiness Scan gezeigt habe). Wie wichtig dabei schon scheinbar triviale Metadaten-Signale sind, zeigt unser Praxistest zu GEO vs. SEO: Jahreszahl 2026 im Title Tag für AI Search, wo wir die Funktionsweise von Query Fan-Outs analysiert haben. Um die eigene KI-Sichtbarkeit messen und steuern zu können, braucht es einen klaren GEO Action Plan.

Martin Pickert fasste den Scope von GEO am Ende grandios zusammen:

💬 Martin Pickert (LinkedIn Kommentar)

So ist es. SEO und GEO haben außer der Phonetik und paar gemeinsamer Onpage Maßnahmen nicht viel gemeinsam. SEO löst ein Traffic-Optimierungsproblem. GEO ist strategische Unternehmenskommunikation. SEO findet irgendwo bei Marketing statt. GEO bringt die halbe C-Level-Etage an einen Tisch.

Tacheles am Ende

Lasst uns diese Chance nutzen, anstatt krampfhaft an den Begriffen von gestern festzuhalten. Wer GEO ernst nimmt, versteht es als ganzheitliche Unternehmenskommunikation und sichert sich heute die Marktanteile in der agentischen Suche von morgen.

Jetzt an der Diskussion teilnehmen

Diskutiere mit Jörg Zimmer und der SEO-Community auf LinkedIn über diesen Beitrag.

Beitrag auf LinkedIn öffnen

Diesen Beitrag teilen?

Vielleicht hilft er ja auch anderen in deinem Netzwerk.

Jörg Zimmer

Über den Autor: Jörg Zimmer

Jörg Zimmer ist SEO, GEO, AI Visibility Freelancer mit 25 Jahren Erfahrung als Algorithmus Experte und heute Unternehmensberater für digitale Sichtbarkeit.