7. Januar 2026 (Zuletzt aktualisiert: 11. September 2026)
GEO, SEO & AI-SEO: Umfrage-Ergebnisse 2024
Wichtigste Erkenntnisse
- GEO (Generative Engine Optimization) setzt sich mit 50% als bevorzugter Begriff durch – aber der Name ist zweitrangig.
- Die harte Arbeit bleibt gleich: Inhalte so aufbereiten, dass KI-Systeme sie als wertvoll erkennen und empfehlen.
- Wer das Thema aussitzt, wird von denen überholt, die heute schon für KI-Systeme strukturieren.
Sichtbarkeit in KI-Modellen optimieren – das ist das neue große Thema, das gerade durch alle SEO-Foren und LinkedIn-Timelines geistert. Aber wie nennen wir das eigentlich? Haben wir uns schon auf einen Standard geeinigt oder werfen wir einfach nur mit neuen Buzzwords um uns, um auf Partys cooler zu wirken? (Wobei, SEOs auf Partys… lassen wir das Thema.)
Ich wollte es genau wissen und habe auf LinkedIn eine Umfrage gestartet: “Wie nennen wir es nun?” Das Ergebnis war so spannend wie aufschlussreich und sagt viel über den aktuellen Zustand unserer Branche aus.
Jörg Zimmer
Senior SEO & AI Search Consultant
„Tracking richtig aufsetzen ist mittlerweile so komplex geworden, da muss ja der Konsent mit reinspielen. Dann gibt's gerade in der Branche keine Ahnung, ist so jeden Monat Update und was ich. Also du musst sowieso erstmal, du musst, wenn du mit Ads anfängst zu spielen, egal welches Ads, du brauchst erstmal sauberes Tracking. Sauberes Tracking ist ähm möglich, ja, aber du musst es auch.“
Die nackten Zahlen der Umfrage
Hier ist das, was die Community (immerhin ein Querschnitt aus Inhouse-SEOs, Agenturköpfen und Freelancern) abgestimmt hat:
- GEO (Generative Engine Optimization): 50%
- AI SEO: 22%
- SEO: 19%
- LLMO (Large Language Model Optimization): 8%

Eine tiefere Analyse der Begriffe: Was steckt wirklich dahinter?
Lass uns mal die einzelnen Begriffe sezieren. Denn hinter jeder Abkürzung steckt eine andere Sichtweise auf die Zukunft unseres Handwerks.
GEO (Generative Engine Optimization) – Der klare Favorit
Mit 50% scheint sich Generative Engine Optimization (GEO) als Begriff durchzusetzen – zumindest in meiner Bubble. Und das hat gute Gründe. Der Begriff wurde maßgeblich durch eine Studie von Forschern (u.a. von Princeton und Georgia Tech) geprägt. Er macht Sinn, weil er anerkennt, dass wir es nicht mehr nur mit klassischen Suchmaschinen (Search Engines) zu tun haben, die einen Index durchsuchen. Wie ich bereits in meinem GEO Action Plan dargelegt habe, haben wir es mit generativen Systemen zu tun, die Antworten erzeugen.
Wenn du für Perplexity, Claude oder ChatGPT optimierst, spielst du nach anderen Regeln. Es geht um Semantic Richness, um das Liefern von Quellen, die so präzise sind, dass die KI sie nicht “halluzinieren” muss. GEO ist die Anerkennung, dass der Kanal sich fundamental ändert.
AI SEO – Der pragmatische Ansatz
22% bleiben bei AI SEO. Das ist die Bezeichnung für alle, die sagen: “Hey, es ist SEO, aber die Tools sind jetzt AI-powered.” Das ist ein wenig wie “Digitalfotografie” statt nur “Fotografie”. Es beschreibt eher den Prozess als das Ziel. Gleichzeitig wächst mit Agentic SEO das Verständnis, dass KI-Agenten und autonome Bots eigenständige Workflows steuern. Auch das Monitoring wandelt sich drastisch: Spezialisierte Tools wie der SE Ranking AI Tracker oder Rankscale tracken Brand Mentions direkt in LLM-Antworten. Für viele Kunden ist AI SEO dennoch leichter zu verstehen als GEO. Wer will schon “generative Engines” optimieren, wenn er eigentlich “KI-Sichtbarkeit” meint?
SEO – Die Traditionalisten (oder Realisten?)
Interessant finde ich, dass 19% bei “SEO” geblieben sind. Die Argumentation der “Puristen” ist simpel und logisch: Es ist und bleibt die Optimierung für Informations-Suchsysteme. Egal ob der Algorithmus von 2005 oder ein LLM von 2026 mir die Antwort liefert – mein Job ist es, den Inhalt so aufzubereiten, dass er gefunden wird.
Das ist eine sehr bodenständige Sichtweise. Sie impliziert: Verliere dich nicht in neuen Buzzwords, sondern mach deinen Job. Technik, Content, Backlinks. Das Ziel bleibt Sichtbarkeit, egal durch welches Fenster der Nutzer schaut.
LLMO (Large Language Model Optimization) – Die Nerds
Mit 8% abgeschlagen, aber technisch am präzisesten. LLMO (Large Language Model Optimization) beschreibt genau, was wir tun: Ein Sprachmodell und dessen Kontextfenster für unsere Entitäten optimieren. Aber seien wir ehrlich: Wer das gegenüber einem Kunden erwähnt, sieht meist in leere Augen. Es ist zu technisch, zu wenig “Marketing”.
Meine ganz persönliche Meinung zu dem Namens-Hype
Ehrlich unter uns? Der Name ist mir am Ende des Tages völlig egal. Was zählt, ist das, was wir tun: Inhalte so aufbereiten, dass sie von Maschinen verstanden und – noch wichtiger – als wertvoll genug erachtet werden, um sie einem Menschen zu empfehlen.
Ob wir das GEO, AI-SEO, LLMO oder “Wunder-Sichtbarkeits-Optimierung” nennen – die harte Arbeit bleibt die gleiche. Wir müssen verstehen, wie die Systeme Daten fressen und wieder ausspucken. Wir müssen weg vom Keyword-Staring und hin zum Entity-Understanding.
Die hitzige Community-Diskussion
Die Umfrage hat weit mehr ausgelöst als nur Klicks auf Antwortmöglichkeiten. In den Kommentaren ging es richtig zur Sache. Ein Punkt wurde immer wieder genannt: Dringlichkeits-Inflation.
Ein Teilnehmer schrieb: “Wir brauchen nicht noch mehr Abkürzungen, die nur dazu dienen, neue, teure Pakete an Kunden zu verkaufen, die eigentlich nur klassisches SEO brauchen.” Da ist was dran. Wir müssen aufpassen, dass wir vor lauter neuen Begriffen nicht vergessen, dass eine Website, die technisch schrottreif ist, auch in einer “Generative Engine” nicht ranken wird.
Andere wiederum sahen den Mehrwert der Unterscheidung. GEO erfordert neue Skills, wie zum Beispiel den Umgang mit Vektor-Datenbanken oder das Verständnis von RAG (Retrieval-Augmented Generation). Dafür einen eigenen Namen zu haben, hilft, die Komplexität gegenüber Entscheidern zu rechtfertigen.
Tacheles am Ende
Wir befinden uns in einer der spannendsten Phasen seit dem Start des Google-Algorithmus. Dass die Community sich uneinig über den Namen ist, zeigt nur eines: Wir experimentieren noch. Wir lernen noch.
Aber eines ist sicher: Wer glaubt, er könne das Thema aussitzen, wird von denen überholt, die heute schon verstehen, dass man für KI-Systeme anders strukturieren muss als für den Google-Bot von 2018.
Ob du es nun GEO nennst oder bei SEO bleibst – sorg dafür, dass deine Inhalte so gut sind, dass keine KI an dir vorbeikommt.
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